Andrea Silberhorn-Piller

 

Im Anfang war der Akt, bzw. Aktstudien und natürlich das Portrait. Ich habe schon damals, vor über 20 Jahren, relativ frei versucht nicht abzubilden, sondern das Wesen der Person zu erfassen, bzw. eigene Gefühle über das Malen von Frauenportraits auszudrücken. (Serie „faces“)

Es folgte eine wilde Phase des räumlichen Experiments in einem wunderbaren, alten Stadel, dem Stemmerhof, mitten in München Sendling, der mir und einem Künstlerfreund nach eigener großer Räumungsaktion zur Verfügung gestellt wurde. Der Gruppe vergrößerte sich und es kamen zwei keramische BildhauerInnen und eine weitere Malerin hinzu.

Mich zog es jedoch mehr und mehr auf ́s Land und es folgte ein Atelierwechsel und damit einhergehend eine ruhigere Phase in einer Ateliergemeinschaft. Ich hatte beschlossen mich ganz der Kunst zu widmen und stand nun vor der Aufgabe jeden Vormittag alleine im neuen Atelier „Kunst zu schaffen“. So begann ich ganz intuitiv mit Farben und Pigmenten zu experimentieren.

Schicht für Schicht trug ich Farbe auf und zog sie wieder ab. Mit Papieren, Stoffen, Spitze, was auch immer mir in die Finger kam. Mehrere Farbschichten, versetzt aufgetragen, lassen Formen und Strukturen entstehen, die mich inspirierten diese zeichnerisch auszuarbeiten. Seither lasse ich mich immer wieder auf diese Entdeckungsreise ein. Finde organische Formen, Pflanzen, Blüten, Menschen, oft auch Tiere wieder. Ich beginne zu zeichnen, verbinde imaginäre Linien und vervollständige, was nicht offensichtlich.

Im weiteren Verlauf begann ich klare Zäsuren zu setzen, in erster Linie um die richtige Balance im Bild zu finden. Dies erreichte ich durch das Auftragen farbiger, monochromer Flächen oder „Streifen“. Das war der Ursprung meiner Streifenbilder. Ich versuchte ein balanciertes Spannungsfeld zwischen „Unbewusst“ und „Bewusst“ zu generieren. Dies ist vor allem in den Werken zu sehen, die ich selbst unter den Titeln „wildlife“ und „patchwork/organics“ einordne. Seither beginnt mein Malprozess sehr intuitiv, nämlich mit der Wahl der Farben.

Beeinflusst durch meinen Haus- und Atelierbau und den dadurch gewonnen Raum veränderte sich auch meine Arbeit deutlich. Der Freiraum in der Bewegung ist auch in den Werken ab 2009 zu spüren und zu sehen.

Es entstanden neue Möglichkeiten mit Farbe zu experimentieren. Ich begann vermehrt zu Schütten (Serie „tossing) und die Farben ineinander fließen zu lassen. Auch hier setze ich oft im zweiten Schritt mit zeichnerischen Elementen Akzente.

Mittlerweile kombiniere ich beide Methoden, lasse mich aber immer wieder bewusst darauf ein meiner Intuition zu folgen, spielerisch Farben und Pigmente einzusetzen und mit Spannung zu verfolgen was entstehen mag. Dies nehme ich auch heute als Grundlage um meine Ideen und Themen in der Malerei zum Ausdruck zu bringen.

Immer mehr fließen die Themen wie auch die Farben ineinander, immer mehr wird alles „eins“. Dafür steht u.a. die neue Serie „past & future“, aber auch die Serie „Stings_ Schwingungen“. Neu daran ist vor allem, dass sich die Linien immer wieder verjüngen und eine eigene Dynamik und Bewegung entwickeln, so dass insgesamt mehr Freiraum entsteht.

 

Vita

1967 geboren in Neumarkt i. d. Opf.
1986 Abitur, Ostendorfer Gymnasium, Neumarkt
1984-86 Kunstakademie Edschlössl, Kufstein, Österreich
1986-89 Fremdsprachenstudium am Institut für Fremdsprachen & Auslandskunde an der Universität Erlangen-Nürnberg
1989 Staatsexamen
1994-97 Studium der Kunstpädagogik an der Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nbg.
1999Gründung der Ateliergemeinschaft „Kunstboden“ in München Sendling
2001-08 Mitglied der Ateliergemeinschaft „Reismühle“ in Gauting bei München
2014- 15 Studium der Kunstgeschichte „Kunst in Europa & den USA nach ́45“ an der Ludwig Maximilian Universität, München

Mitgliedschaften

Seit 2002 Mitglied des Kunstforum Weilheim
Seit 2005 Mitglied der Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di, München
Seit 2005 Mitglied des Kunstvereins DIE ROSENINSEL e.V., Starnberg
2015 New Century Artist Gallery, New York City, New York

Kataloge & Veröffentlichungen

2005 „Stadtansichten“, Katalog zur Ausstellungseröffnung des Kunstforum Weilheim
2002 Katalog zur Ausstellungseröffnung, Arbeitskreis 68, Wasserburg
1999–2015 PGM Art World Verlag
2015 Künstler in Ver.di

Einzel- und Gruppenausstellungen, Galerievertretungen

1998 Galerie Cupillard, St. Tropez, Frankreich

1999 Kunstkeller PGM Art World, München Galerie Kunstquadrat, Rosenheim

2000 Galerie „casa de arte“, Mallorca, Spanien Galerie „le cheval de sable“, Paris, Frankreich 2001 Amerlinghaus, Wien

2001/02/03 Künstler auf der Münchner Freiheit, München 2002 Galerie Kim Schneider, München

2002  Große Kunstausstellung Arbeitskreis 68, Wasserburg

2003  Pasinger Fabrik, München-Pasing

2004 Atelier d ́artista, Symposium, Gambassi/Montaione, Italien 2004 Galerie Krok Ideas, München

2006  Wanderausstellung „power & play“ mit Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di

2007  Förderausstellung der Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di
2007/11/14 Galerie Schiele, Aichach

2008 Galerie & Kulturzentrum Wörthhof, München 2001–2008 „Ateliertage Reismühle“, München

2014 Galerie „missió21art“, Mallorca, Spanien
2015 New Century Artist Gallery, New York City, New York
ArtsFest, New Rochelle, New York
Galerie Weltraum, München

2016 Galerie Arte Casa, Mallorca, Spanien
Salon d ́art contemporain, MAG, Montreux, Schweiz
Art Spectrum, Art fair, Miami, USA

2002 – 16 Themenausstellungen mit dem Kunstforum Weilheim im Stadtmuseum Weilheim, Burgkloster Lübeck, Reitstadl Neumarkt, Stadthalle Germering, Kulturzentrum Murnau, Kulturzentrum Franck Haus Marktheidenfeld, Rathaus Weilheim, Kulturzentrum Garmisch-Partenkirchen

Seit 2005 – 16 Jahresausstellungen des Kunstvereines DIE ROSENINSEL in der Stadthalle Starnberg

2018 AAF Hongkong, China
2019 AAF Hongkong, China
The Other Art Fair, Melbourne, Australia

Seit 2009 Themenausstellungen mit geladenen Gästen im neu erbauten Atelier in Pöcking/Maising


Andrea Silberhorn-Piller




  • be smart,


  • Schwingungen gelb-blau,


  • Schwingungen pink,


  • Schwingungen rosé,